Der bewusste Umgang mit Energie ist eins unserer zentralen Themen. Deshalb versuchen wir, wo es möglich und wirtschaftlich tragbar ist, durch Investitionen den Energieverbrauch zu senken und fossile Energieträger durch erneuerbare zu ersetzen.

Um Einsparmöglichkeiten zu entdecken wurde 1995 eine Studie für die Abtei erstellt. Konventgebäude, Gästehaus St. Gregor,
Abt-Maurus-Haus, Bibliothek, barocke Teehaus, Turnhalle, Gewächshäuser und die Klosterbuchhandlung wurden einzeln untersucht und Maßnahmen vorgeschlagen, u.a. Zentralisierung des Heizsystems: Konventgebäude, Haus St. Gregor (mit Abt Maurus-Haus), Turnhalle und die sanierten Wirtschaftsgebäude sind in einem Verbundsystem zusammengeschlossen.

  • Dezentrale Energieversorgung: für das barocke Teehaus, die Klosterbuchhandlung und ein Gewächshaus wurde eine dezentrale Versorgung mit Erdgasbrennern als optimal erkannt und umgesetzt (keine Wärmeleitungsverluste)
  • Wärmedämmung (wegen des Denkmalschutzes können die Außenmauern nicht isoliert werden, wohl aber im Zuge von Baumaßnahmen Geschossdecken und Dächer sowie Isolierglasfenster eingesetzt werden)
  • energiesparende Bauweise bei den Sanierungsarbeiten und Neubauten
  • Wärmerückgewinnung bei Kühlaggregaten zur Stromeinsparung und Brauchwassererwärmung in der Küche, in der neu erbauten Metzgerei, Bäckerei und im Hofladen

Der große Vorteil von Biomasse als erneuerbarem Energieträger liegt in der CO2-Neutralität, da bei der Verbrennung nur soviel CO2 (Kohlendioxid) freigesetzt wird, wie beim Wachstum der Pflanzen verbraucht  wurde. So wird der "Treibhauseffekt" reduziert. Außerdem werden durch den Ankauf regional erzeugter Biomasse Transportwege verkürzt.

  • Heizung mit "Energiemix": Ende 1999 konnte die neue Hackschnitzel-Heizanlage mit 450kW Leistung in Betrieb genommen werden. Sie trägt nun die Grundlast für die Heizung und die Brauchwassererwärmung. Jahresleistung 2001: 1300 MWh. Nur zusätzlich kommt noch ein Erdgasbrenner zum Einsatz. Die vertragliche Abnahme von Erdgas konnte so erheblich reduziert werden.
  • Rapsöl: Derzeit sind die Motoren von vier Fahrzeugen auf den Treibstoff Rapsöl umgerüstet. Die Umrüstung weiterer Fahrzeuge und Traktoren ist geplant.
  • Eine Sonnenkollektor-Anlage mit 60m2 Fläche dient der Brauchwassererwärmung für Bäckerei und Metzgerei sowie der Gebäudeteiltemperierung im sanierten Teil zur Trockenlegung der Grundmauern.

Flyer - Unsere  Biomasseheizanlage